Nicht jede Aufgabe an einer IT-Infrastruktur lässt sich aus der Ferne erledigen. Wenn Hardware geprüft, Komponenten ausgetauscht oder Verbindungen direkt im Rechenzentrum kontrolliert werden müssen, braucht es Unterstützung vor Ort.
Mit Remote Hands können Unternehmen solche Arbeiten durch erfahrene Techniker durchführen lassen, ohne eigene Mitarbeitende zum jeweiligen Standort schicken zu müssen.
Was bedeutet Remote Hands?
Remote Hands bezeichnet technische Dienstleistungen, die direkt an Servern, Netzwerkkomponenten und weiterer Hardware im Rechenzentrum durchgeführt werden.
Das interne IT-Team koordiniert die Aufgabe aus der Ferne, während ein Techniker vor Ort die vereinbarten Maßnahmen übernimmt.
Typische Aufgaben sind beispielsweise:
- Server und Komponenten prüfen
- Hardware ein- oder ausbauen
- Kabelverbindungen kontrollieren oder ändern
- Switches und Router installieren
- Systeme neu starten
- Komponenten austauschen
- Wartungsarbeiten und Inventuren durchführen
Damit wird Remote Hands zur verlängerten Hand des eigenen IT-Teams.
Wann sind Remote Hands sinnvoll?
Remote Hands sind besonders hilfreich, wenn Unternehmen ihre Infrastruktur in externen Rechenzentren oder an mehreren Standorten betreiben.
Bei technischen Störungen
Ein System reagiert nicht mehr oder eine Hardwarekomponente zeigt Auffälligkeiten. Eine Prüfung direkt am Gerät kann dabei helfen, die Ursache schneller einzugrenzen und notwendige Maßnahmen umzusetzen.
Bei geplanten Arbeiten
Nicht jeder Einsatz ist ein Notfall. Auch Installationen, Verkabelungen, Hardwaretausch oder Wartungsarbeiten können durch Techniker vor Ort übernommen werden.
Bei verteilten IT-Teams
Befindet sich das eigene Team an einem anderen Standort, entstehen durch jede notwendige Arbeit im Rechenzentrum Reisezeit und zusätzlicher Organisationsaufwand. Remote Hands reduzieren diesen Aufwand deutlich.
Bei wiederkehrenden Aufgaben
Auch regelmäßig anfallende Arbeiten wie Kontrollen, Inventuren oder der Wechsel von Sicherungsmedien können ausgelagert werden.
Welche Vorteile bieten Remote Hands?
Weniger Aufwand für das eigene Team
Interne Fachkräfte müssen nicht für einzelne technische Arbeiten zum Rechenzentrum reisen und können sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.
Schnelle Unterstützung vor Ort
Wenn physischer Zugriff auf ein System notwendig ist, kann ein Techniker direkt an der Infrastruktur handeln. Je nach vereinbartem Service kann diese Unterstützung auch außerhalb regulärer Geschäftszeiten erfolgen.
Klare Abstimmung
Die notwendigen Maßnahmen werden vor dem Einsatz abgestimmt. Das interne Team behält dadurch die Kontrolle darüber, welche Arbeiten an den Systemen durchgeführt werden.
Nachvollziehbare Dokumentation
Durchgeführte Prüfungen, Änderungen und Ergebnisse können dokumentiert und an das zuständige IT-Team zurückgemeldet werden.

Remote Hands und Smart Hands: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden teilweise unterschiedlich verwendet.
Unter Remote Hands versteht man häufig klar definierte, eher standardisierte Tätigkeiten wie Neustarts, Sichtprüfungen oder einfache Verkabelungsarbeiten.
Smart Hands umfasst meist technisch anspruchsvollere Aufgaben, bei denen ein höheres Maß an Fachwissen erforderlich ist. Dazu können beispielsweise Installationen, Fehleranalysen oder Arbeiten an Netzwerkkomponenten gehören.
In der Praxis ist die Grenze nicht immer eindeutig. Entscheidend ist deshalb weniger die Bezeichnung als der konkret vereinbarte Leistungsumfang.
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